Kein
Mangel an Verwendungszwecken |
Klosterholz-Tombola brachte Reinerlös von 42.000 Euro
Landkreis Mehr als 42.000 Euro fuhr die letztjährige Klosterholz-Tombola als
Reinerlös ein. Dieses ansehnliche Ergebnis präsentierte Wilfried Kalski, Erster
Vorsitzender des Vereins Klosterholz, gestern.
Dass dieser Betrag leicht unter dem Vorjahresergebnis liegt, gibt Kalski noch keinen Grund
zur Sorge. Wir leben hier schließlich nicht auf einer Insel. Rückgänge sind
derzeit überall zu verzeichnet. Dennoch bewegen wir uns auf einem relativ hohen
Niveau.
Seit der Gründung im Jahre 1989 wurden an den heute fünf Verkaufsorten knapp zwei
Millionen Lose verkauft, die letztendlich einen Erlös von exakt 642.350,97 Euro
einbrachten. Die Ergebnisse sind allenthalben zu sehen: zahlreiche Projekte im
Klosterholz, der Waldlehrpfad in der Elm, das Wasserrad am Scharmbecker Bach, das
Arboretum am Kreishaus, die Wetterstation, die von Rönnsche Mühle, das
Landmaschinenmuseum in Neu St. Jürgen, der Parkplatz vor dem Alten Rathaus in Worpswede,
Kauf und Herrichtung mehrerer Naturschutzwiesen, Baumpflanzungen und Hofumgestaltungen an
Schulen und Kindergärten - die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen!
Und Ideen für die Zukunft gibt es mehr als genug. Oberkreisdirektor Hans-Dieter v.
Friedrichs lobte die Tombola als einzige Bürgerinitiative, die Geld zu vergeben
hat. Der Anteil des Landkreises soll nach der Sanierung des Barkenhoffs in die
ursprüngliche Wiederherstellung des Vogeler-Gartens gesteckt werden.
Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke war als Erster Vorsitzender des Vereines zur
Kunst- und Kulturförderung anwesend. Er möchte die Gelder vor allem für die Worpsweder
Mühle verwenden. Ein weiterer Teil gehe in die Gestaltung der Außenanlage des
Spielkreises. Und möglicherweise, doch das ist noch nicht sicher, soll auch wieder ein
Künstlerpreis ausgelobt werden.
Auch Jörg Fanelli-Falcke als Vertreter der Stadt Osterholz-Scharmbeck möchte den Anteil
der Erlöse in eine Mühle stecken, nämlich die von Rönnsche Mühle, die
am 26. Oktober im Rahmen eines Mühlentages für alle Bürger geöffnet werden soll.
Außerdem könne er sich begleitende Grünanlagen für die Umgestaltung des
Bahnhofsplatzes sowie für Maßnahmen im Stadtpark an der Lindenstraße vorstellen.
Eine Waldschule in der Elm - das ist eine Idee, die wir schon sehr lang
verfolgen, sagte Forstoberinspektor Heiko Ehing vom Niedersächsischen Forstamt
Bederkesa. Außerdem gebe es ab 19. September eine große Ausstellung mit zahlreichen
Aktionen zum Thema Wald in einer der ehemaligen Faun-Hallen. Und schließlich müsse auch
immer wieder einiges Geld in die Erhaltung des Waldlehrpfades im Klosterholz gesteckt
werden. Das sind Zahlungen, die wir gar nicht gern leisten, meint Kalski in
Anbetracht der Schäden durch sinnlosen Vandalismus. Viele tausend Euro zahle so die
Allgemeinheit jährlich wegen einiger weniger Verantwortungsloser. Aber damit muss
man wohl heutzutage einfach leben, fügt er resigniert hinzu.
Aber die nächste Klosterholz-Tombola kommt bestimmt. Und zwar wieder mit vielen
attraktiven Preisen. Fast 99.000 Euro wurden in Form von kleinen und großen Gewinnen im
vergangenen Jahr ausgeschüttet. Einer davon war wieder ein Auto, insgesamt das 14., das
die Kreissparkasse Osterholz spendete. Und Ulrich Messerschmidt kündigte an, dass es auch
ein 15. bei der nächsten Tombola geben werde.
Auf jeden Fall wird es wieder eine Menge Arbeit für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter
geben, ohne die eine solche Tombola nicht denkbar wäre. Insbesondere dankte Kalski dem
Organisator Claus Dieter Janßen, bei dem seit 1989 die organisatorischen Fäden
zusammenlaufen.
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Neuigkeiten aus Geschäftswelt und Städteplanung |
Jahreshauptversammlung des Wirtschaftstreffs
Osterholz-Scharmbeck Neben dem obligatorischen Rückblick auf das vergangene Jahr
hatte der Wirtschaftstreff Osterholz-Scharmbeck anlässlich seiner Jahreshauptversammlung
zwei weitere, viel diskutierte Themen auf der Tagesordnung. Die neuen Ladenöffnungszeiten
und bauliche Veränderungen in der Stadt Osterholz-Scharmbeck waren wichtige
Tagesordnungspunkte des Abends.
Als eine offensichtlich unendliche Geschichte bezeichnete der erste
Vorsitzende des Wirtschaftstreffs, Walter Fluder, das Thema Ladenöffnungszeiten. In
regelmäßigen Abständen werde etwas an der Gesetzgebung geändert, und so käme immer
wieder die Diskussion über die Zeiten unter den Geschäftsleuten zustande, war die
Meinung mehrerer Versammlungsgäste.
Die Stadtmarketing Osterholz-Scharmbeck GmbH hatte bereits vor einiger Zeit einen
Fragebogen an die Gewerbetreibenden der Stadt geschickt. Dieser sollte Klarheit über die
Einstellung der verschiedenen Firmen zu Ladenöffnungszeiten verschaffen. So wurden die
Geschäftsleute unter anderem nach den eigenen und den jeweils favorisierten
Öffnungszeiten befragt. 100 dieser Fragebögen wurden versandt, 52 davon gingen zurück
an die Stadtmarketing GmbH. Immerhin wurde in 42 der zurückgesendeten Fragebögen
gefordert, dass die Öffnungszeiten so blieben wie bisher.
Er selbst halte einen langen Samstag pro Monat für vernünftig, äußerte Walter Fluder.
Wir brauchen uns über längere Öffnungszeiten nicht zu unterhalten, wenn wir nicht
erstmal denen auf die Füße treten, die mittags schließen, so die Meinung von
Edeltraut Heins. Ute Gartmann sagte, es gehe nicht nur um Öffnungszeiten: Es geht
auch um Qualität und Freundlichkeit in den Läden. Keine längeren Einkaufszeiten
und dafür eine hochwertigere und freundlichere Bedienung der Kunden zu bieten, war der
Tenor einiger Stimmen.
Es käme darauf an, was der Kunde wünsche. Denkbar, so die fast einhellige Meinung der
Versammlungsteilnehmer, wäre eine Kundenbefragung. Eine solche wäre allerdings nur
sinnvoll, wenn die Ergebnisse daraus auch umsetzbar seien. Ansonsten sollten die
Ladenbetreiber versuchen, sich möglichst auf einheitliche Öffnungszeiten zu
einigen.
Stadtbaurat Jörg Fanelli-Falcke informierte die Mitglieder des Wirtschaftstreffs über
Baumaßnahmen in der Bahnhofstraße sowie verschiedene Belange der Stadtmöblierung.
Das Grundstück Tapking werde in Kürze bebaut. Außerdem wird die Stadt das Grundstück
der Synagoge verkaufen. Einen wesentlichen Teil des Erlöses aus diesem Verkauf wird die
Stadt in ein Mahnmal stecken. Veränderungen soll es auch im Bereich des Bahnhofs geben
und durch eine bessere Anbindung zwischen der Bahnhofstraße und dem Rathaus soll an
dieser Stelle ein durchgehendes städtebauliches Bild entstehen.
Mit auf der Tagesordnung stand ein Bericht der Klosterholz-Tombola. Er sei durchaus
zufrieden mit den Ergebnissen des Jahres, resümierte Wilfried Kalski. Über 40.000 Euro
Reinerlös konnten mit dem Losverkauf erzielt werden. Wilfried Kalski bedankte sich für
die große Spendenbereitschaft der Mitglieder des Wirtschaftstreffs. Die diesjährige
Klosterholz-Tombola werde vom 5. September bis 14. Dezember stattfinden.
Im Jahresrückblick gingen die Vorstandsmitglieder Paul Marth und Alfons Himpsl unter
anderem auf Aktionen des Wirtschaftstreffs ein. Frischer Wind für
Osterholz-Scharmbeck sei, so Marth, nicht so groß wie die Bullen-Aktion, aber
immerhin ein Erfolg gewesen.
Immer beliebter seien die Fahrten auf den Torfkähnen. Drei Kähne werden vom
Stadtmarketing betreut. Alfons Himpsl, der sich für den Wirtschaftstreff unter anderem um
die Wartung kümmert, hatte im Jahresrückblick viel Lob für die sieben Skipper übrig.
Sie hätten Hand beim Bau einer Schutzhütte im Hafen angelegt und hätten auch sonst in
erheblichem Maße ehrenamtlich zur Instandhaltung beigetragen. Auf etwa 400 bis 500
solcher freiwilligen Arbeitsstunden belaufe sich ihr Jahrespensum
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Eine gute und sinnvolle Investion |
Klosterholz e.V. leistete großzügige Anschubfinanzierung
Landkreis Die Koordinationsstelle für naturschutznahe Verbandsbeteiligung (KnV)
besteht jetzt seit drei Jahren. Sie wurde im März 2000 von mehreren im Landkreis
Osterholz aktiven Naturschutzverbänden gegründet. Mittlerweile gehören ihr neun
Mitglieder wie die Aktion Fischotterschutz, der BUND, der NABU oder seit gut zwei Wochen
der Heimatverein Lilienthal an. Die Stelle wird von der Biologin Dr. Jutta Kemmer besetzt.
Ende Februar lief ihr ABM-Vertrag aus, anschließend erhielt sie eine befristete
Festanstellung durch die Biologische Station Osterholz. Damit sie auch weiterhin
erfolgreich in der KnV arbeiten kann, unterstützt der Klosterholz e.V. das Modell mit
einem nennenswerten Betrag.
Wilfried Kalski als erster Vorsitzender des Klosterholz e.V. hat ein gutes Gefühl bei der
Sache: Es ist eine gute und sinnvolle Investition. Wir hoffen, dass diese
Anschubfinanzierung dazu beiträgt, dass diese Stelle eine feste Einrichtung wird.
Dr. Kemmer bedankte sich für die Unterstützung, die ein dicker Baustein ist.
Die anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände haben gesetzlich die Möglichkeit, in
Vertretung für die Gesamtbevölkerung bei umweltrelevanten Eingriffs- und
Planungsvorgaben mitzuwirken. In der Koordinationsstelle können sie diese Möglichkeit
auf Kreisebene umfassender und effektiver wahrnehmen.
Einen Vorteil sieht Dr. Hans-Gerhard Kulp, Biologe in der BioStation Osterholz, darin,
dass es zur Bearbeitung von Stellungnahmen nicht nur eine Perspektive gibt, sondern
verschiedene Sichtweisen zusammenfließen. Durch Dr. Jutta Kemmer als Fachkraft würden
die Stellungnahmen mehr Gewicht bekommen. Ein weiterer Vorteil, und zwar gegenüber der
Verwaltung, sei es, dass es nur noch einen Ansprechpartner gebe. Unterlagen müssten nicht
mehr an alle Verbände, sondern nur noch einmal an die KnV verschickt werden. Dr.
Kemmer hat einen direkten Draht zur Behörde entwickelt, freut sich Dr. Kulp.
Das ist wesentlich einfacher, als sich mit ehrenamtlichen Funktionären nach
Feierabend zu unterhalten.
Ein bürgerfreundlicher Aspekt sei laut Dr. Kulp die verkürzte Genehmigungszeit von drei
auf zwei Monate. Zeit ist Geld.
Dr. Kemmer will aber nicht stehen bleiben, sondern weitere Bereiche erschließen, sich
Neues vornehmen. Sie denkt dabei an eine erweiterte Verbandsbeteiligung, zum Beispiel im
Bereich Bauleitplanung. Gerade hier seien Kontakte notwendig, so Dr. Kemmer. Aber auch
eine Beteiligung im Bereich der Regionalentwicklung wie Dorferneuerung
Teufelsmoor oder Lernende Region Osterholz ist ein Ziel. Man will
heute gar nicht mehr, dass alles von Behörden überwacht wird, sondern man will auch
Naturschutzverbände dabei haben.
Ein zweites Standbein für die KnV, die sich als Bindeglied zwischen den Behörden und den
angeschlossenen Verbänden sieht, ist in weiterer Zukunft ein Kommunikationsforum. Es gebe
schon eine kleine Runde, in der über Probleme gesprochen wird, mal mit dem Tiefbauamt,
mal mit der Naturschutzbehörde. Probleme sollen im Vorfeld angepackt werden, indem
wir den persönlichen Kontakt nutzen. Wir haben schon etwas aufgebaut, das wir
intensivieren möchten.
Erreichen will man auch, Reibungspunkte unter den einzelnen Naturschutzverbänden zu
vermeiden. Damit die Verbände untereinander besser kommunizieren, Konflikte abbauen,
sollten sich zum Beispiel Jäger, Botaniker oder Ornithologen zusammensetzen.
Um Belange für die Bevölkerung an den Mann bringen zu können, sie auch die
Öffentlichkeitsarbeit von Bedeutung. Dazu gehört auch die Internetpräsenz
(www.biologische- station-osterholz.de).
Dr. Gerhard Kulp hofft, dass dieses Modell auch bei der neuen Landesregierung Beachtung
findet. Für ihn hat Gifhorn Vorbildfunktion. Dort wird die Finanzierung vom Landkreis
übernommen.
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Firma als Paradebeispiel |
Geldspende für Brunnen statt Jubiläumsgeschenk
Osterholz-Scharmbeck Das Erntefestkomitee machte es zu einer seiner Aufgaben, sich
um die Stadtverschönerung in Osterholz zu kümmern. Und so kamen sie in ihrem 150.
Jubiläumsjahr auf die wohlbemerkt gute Idee, ein Kunstwerk in Form eines Brunnes auf dem
Klosterplatz in der Stadt errichten zu lassen. Mit einer Spende brachte jetzt Familie
Grimm das Ziel ein Stückchen näher.
Es waren viele Plätze für den Brunnen geplant, so der erste Vorsitzende des
Erntefestkomitees, Heiner Saade. In Frage kam zum Beispiel die Stelle, wo vor kurzem noch
die alte Linde gestanden hatte. Gerichte wurden kontaktiert und Absprachen mit der
Werkstatt Osterholz gehalten.
So kam es zum Ergebnis des jetzt geplanten Standortes. Heiner Saade berichtete weiter,
dass die Stadt den Platz nur dann sanieren werde und das Kreishaus sich nur einbindet,
wenn der Brunnen kostenlos in die gute Stube Osterholz gestellt werde. Wichtig
sei es, so brachte Marlies Grimm mit ein, den neu gestalteten Platz zu warten. Weiter gab
Saade zum Ausdruck, dass ohne die Initiative der Bürger nicht viel passieren werde.
So lobten die anwesenden Komiteemitglieder Werner Wendelken, Pressechef, und Heiner Saade
den Inhaber der Firma Kolster, Uwe Grimm, sowie seine Familie. Sie spendeten vorbildlich
eine Geldsumme von 1.750 Euro zugunsten des geplanten Brunnens.
Uwe Grimm brachte mit ein, dass es sinnvoller sei, eine Geldspende anlässlich des
Firmenjubiläums von den Kunden zu erhalten, als Blumen entgegenzunehmen. Dies erweiterte
Saade, indem er an die Bevölkerung Osterholz appellierte, dem Paradebeispiel Kolsters
nachzukommen. Ein salopper Spruch Saades, es sei ohne Moos nix los, stimme natürlich. Und
dem gab auch der Pressechef des Komitees Zuspruch: Wir werden nach Ostern einen
kleinen Aufruf starten, indem wir die Gewerbebetriebe aus dem Bereich Osterholz
anschreiben werden.
So ein Brunnen zu errichten koste eine Menge Geld. Es wurden bei diesem Projekt, inklusive
Honorar des Künstlers, 80.000 Euro verplant. Eine namhafte Anschubfinanzierung in Höhe
von 23.000 Euro für den Finanzbedarf dieses Gesamtbetrages sei mit Hilfe der
Klosterholz-Tombola, des Bürger- und Heimatvereins Osterholz-Scharmbeck bereits
gesichert.
Der als Wandbild in der benachbarten Klosterkirche hängende Heilige Christopherus soll
nun auch, so einstimmig beschlossen, als Figur den neuen Brunnen schmücken. Dieser
Entwurf fand allgemeine Zustimmung und wird von dem internationalen Künstler Professor
Waldemar Otto aus Worpswede geplant und gestaltet.
Ein weiteres Highlight des Erntefestkomitees sei es, dieses Jahr das über vier Tage
gehende Erntefest durchzuführen.
Durch den diesjährigen freien Eintritt am Samstag- und Montagabend werde ein Publikum
gemischt aus Jung und Alt erwartet. Das vom Rathaus unabhängige Organisationskomitee
werde bester Erwartungen sein.
So sind die Komiteemitglieder, hinsichtlich des kommenden Brunnenbaus sehr zuversichtlich
und werden sich über jede Spendenzugabe freuen.
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Fortuna bewies mal ein gutes Händchen |
Osterholz-Scharmbeck Als die Losverkäuferin nach mehrmaligem
Überprüfen und mit leichtem Kopfschütteln eröffnete, dass die Dame mit dem Los soeben
ein Auto gewonnen habe, da fiel ihr Karla Diercksen spontan durch das kleine Loch in der
Scheibe um den Hals. Und noch am Donnerstag, als ihr der Nissan Micra Fresh aus dem
Autohaus Köhn offiziell übergeben wurde, zeigte sich die Buschhauserin überglücklich.
Ich habe viel Unglück gehabt im Leben, sagt Karla Diercksen, und jetzt
so viel Glück. Das ist toll.
Zumal sie noch nie ein fabrikneues Auto besessen hat. Und so wird der Micra auch nicht
verkauft, nein, den will sie nun selber fahren und sich so jeden Tag an ihren Gewinn
erinnern. So viel Freude sprang natürlich auf alle Beteiligten über. Heiko Köhn freute
sich, dass sein Auto, das er der Klosterholz-Tombola für einen
kaufmännisch unvernünftigen Preis überließ, tatsächlich über die
Straßen saust und auch Ulrich Messerschmidt und Werner Hampel von der Kreissparkasse
Osterholz, die bereits zum 14ten Mal das Geld für das Auto stiftete, zeigten sich froh,
dass Fortuna sich offenbar diesmal die Richtige ausgesucht hatte. Die Tombola ist
nicht mehr wegzudenken, sagte Hampel. Sie genießt deshalb so viel Rückhalt
in der Bevölkerung, weil jeder sehen kann, wo das Geld landet, da versickert
nichts. Das konnte freilich auch Wilfried Kalski, Vorsitzender des Vereins
Klosterholz, bestätigen: Seit Bestehen der Tombola konnten rund 600.000 Euro
eingespielt und in über 150 Projekte investiert werden. Karla Diercksen jedenfalls
will zukünftig ihre neue Strategie beibehalten: Normalerweise kaufte sie
immer nur im Vorbeigehen ein oder zwei Lose. Nur einmal kaufte sie fünf Lose auf einmal -
und gewann prompt. Da konnte Kalski nur bestätigen: Bei der Klosterholz-Tombola ist
jedes Los ein Gewinn!
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Gute Laune mit dem Bauchladen |
Osterholz-Scharmbeck Wir werden langsam nervös, das Auto ist
immer noch da, meinte Klosterholz-Tombola-Organisator Claus Dieter Janßen. Während
Janßen über das Mikrofon die auf dem Marktplatz vorbeieilenden oder -schlendernden
Menschen auf ihre Gewinnchancen bei der Klosterholz-Tombola aufmerksam machte, warben
Oberkreisdirektor Hans-Dieter v. Friedrichs (zweiter von rechts) und Landrat Ludwig
Wätjen (rechts) gut gelaunt mit ihren Bauchläden, bei ihnen Lose zu kaufen.
Sie freuten sich dabei sichtlich über ihren Erfolg. Die Innenstadt war außergewöhnlich
gut belebt, viele Menschen forderten gerne im Vorbeigehen Fortuna heraus, indem sie ein
paar Lose kauften und wenig später gleich nochmal. Immerhin lockte nicht nur ein schickes
Auto - ein Nissan Micra -, sondern auch noch diverse Fahrräder, Fernseher und andere
Superpreise. Nietenzieher durften sich auch an diesem Samstag wieder einmal trösten, dass
sie auf jeden Fall einen guten Zweck mit ihrem Loskauf unterstützten. Foto: ks
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Lose kaufen bis die Polizei kommt |
Osterholz-Scharmbeck Sie kommen mir heute nicht so hier
weg, sprach Werner Hampel (rechts im Bild), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse
Osterholz, einige Passanten auf dem Marktplatz an. Zusammen mit Vorstandsmitglied Ulrich
Messerschmidt (links) war er am vergangenen Wochenende nicht im Auftrag der Bank
unterwegs, sondern für die Klosterholz-Tombola.
Mit sichtlich viel Spaß brachten die beiden in nur einer Stunde zahlreiche bunte Lose
unter die Leute. Als Hauptgewinn war immer noch ein schwarzer Nissan Micra im Topf, der
von der Kreissparkasse Osterholz gespendet worden war. Peter Menge (Mitte), Kontaktbeamter
der Polizei, konnte es sich nicht nehmen lassen, auch sein Glück zu versuchen. Für das
Auto reichte es diesmal nicht, doch immerhin konnte der Polizeibeamte seinen Rundgang mit
einer Tube Superkleber, einer Mini-Taschenlampe und Brustkaramellen fortsetzen. Die
Leute sind heute sehr kauffreudig, resümierte Ulrich Messerschmidt. Vielleicht lag
dies auch an dem besonderen Angebot, das die Kreissparkasse allen Käufern in dieser
Stunde machte. Wer zu den außergewöhnlichen Verkäufern kam, bekam sechs Lose zum Preis
von fünf. Die Klosterholz-Tombola ist noch bis zum 15. Dezember mit ihrem Stand auf dem
Marktplatz vertreten, und es gibt noch eine Fülle an Preisen. Gewinnlose können danach
noch bis Ende des Jahres beim ANZEIGER-Verlag, Bahnhofstraße 58, Osterholz-Scharmbeck
eingelöst werden.
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Frischen Kaffee aus dem Saeco-Kaffeevollautomaten |
Osterholz-Scharmbeck Nur zwei Lose der Klosterholz-Tombola hatte
Renate Kannapee aus Bremen auf dem Scharmbecker Marktplatz gekauft - und mit einem tollen
Gewinn für sie wieder nach Hause. Mit dem Auto hat es ja nicht geklappt,
sagte sie bei der Gewinnübergabe im Hause EP: Schmidtke in Osterholz-Scharmbeck.
Aber ich freue mich unheimlich. Und dazu hat sie auch guten Grund, denn Claus
Dieter Janßen, Organisator der Klosterholz-Tombola (links), überreichte ihr einen
modernen Kaffeevollautomaten der Firma Saeco im Wert von über 700 Euro.
Ob Cappuccino, Kaffee oder Espresso - was Renate Kannapee auch bevorzugt, es wird mit
diesem Automaten professionell zubereitet. Auch Kaffeebohnen mahlt das Gerät. So
etwas Tolles besitze ich noch nicht in meinem Haushalt, das war mir immer zu teuer,
strahlt die Kaffeetrinkerin. Ihr Besuch in der Kreisstadt, in der sie übrigens gern
einkaufen und essen geht, hat sich also gelohnt. Wilfried Kalski, erster Vorsitzender des
Vereins Klosterholz e.V., bedankte sich bei der Firma EP: Schmidtke, die diesen Preis
gestiftet hat. Attraktive Preise braucht man in jedem Jahr. Der
Kaffeevollautomat kommt bei den Kunden sehr gut an, bestätigte Uwe Peters (Mitte),
Abteilungsleiter Hausgeräte, die Attraktivität des Preises. Auch er freute sich mit der
Gewinnerin, die ihn, Claus Dieter Janßen und Wilfried Kalski ganz spontan zu einem
Kaffeenachmittag einlud.
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Haben Sie schon Lose gekauft? |
VSK-Vorstand bei Tombola
Osterholz-Scharmbeck Das Paar dort drüben! Hat es schon gekauft? Nicht
nur das Paar auf dem Marktplatz zwischen den Verkaufswagen schaute hoch, auch die
Bauchladenträger, der erste und der dritte Vorsitzende des Osterholz-Scharmbecker Vereins
für Sport und Körperpflege (VSK) Helmut Ibsch (rechts) und Reinhard Sterl (links), hoben
die Köpfe. Wilfried Kalski, der Mann am Mikro des Klosterholz e.V. mit den
marktschreierischen Ambitionen, gab so wertvolle Tipps aus der geheimnisvollen Welt der
offensiven Kundenwerbung weiter.
Es waren etliche Paare, Familien, VSK-Mitglieder und -Nichtmitglieder, die in den
Bauchläden der prominenten Klosterholz-Tombola-Verkaufshilfen nach den Gewinn-Losen
fischten. Und manche hatten nach einigem Fischen einen schönen Aal im Netz. Denn für 20
gekaufte Lose oder einer Gewinnnummer mit einer Null am Ende konnte die
Klosterholz-Tombola an diesem Samstag geräucherte Aale vergeben. Wilfried Böker, der bis
letztes Jahr der Stamm-Fischmann auf dem Marktplatz war und nun in den Ruhestand getreten
ist, will für die nächsten fünf Jahre als Zeichen der Verbundenheit mit dem
Osterholz-Scharmbecker Marktplatz frisch geräucherte Aale stiften. Zwanzig Minuten nach
Losverkaufsbeginn vermeldete Claus-Dieter Janßen: Da sind schon etliche Aale
weg!
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Ein Auto für die sechsjährige Sarah |
Osterholz-Scharmbeck Wenn die sechsjährige Sarah Nolte aus
Scharmbeckstotel nächstes Jahr eingeschult wird, dann wird sie wohl die einzige
Grundschülerin mit einem eigenen Auto sein. Denn sie zog letzte Woche das Los mit der
Nummer 250.000 - und dafür gabs einen funkelnagelneuen Fiat Punto im Wert von
11.000 Euro.
Mutter Karin hatte ihren beiden Töchtern Sarah und Lena (9) je ein Los mitgebracht und
beide Schwestern hatten prompt ein Freilos. Ein paar Tage später gab es dann bei der
Verkaufsstelle Marktkauf neue Lose, und dabei bewies das Küken der Familie Nolte ein
glückliches Händchen. Ob der Punto im Besitz der Familie verbleiben wird, ist noch nicht
sicher, da gerade erst ein neues Auto angeschafft wurde. Und bis Sarah selber fahren darf,
ist der Punto schon ein Oldtimer. Das Foto zeigt die kleine Gewinnerin mit ihrer Mama
Katrin sowie Peter Reumann von der Firma Landmann-Peiga, die das Auto gespendet hatte, den
Vorsitzenden des Vereins Klosterholz, Wilfried Kalski und Jürgen Fischer von R+R
Automobile, die das Fahrzeug zur Verfügung gestellt haben (hinten, von links).
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Hula und Disneyland mit der Astor |
Peter Haase gewinnt traumhafte Kreuzfahrt
Osterholz-Scharmbeck Im kommenden Frühjahr könnte es sein, dass Taxibenutzer in
der Kreisstadt etwas länger auf einen Wagen warten müssen. Denn der Taxichauffeur Peter
Haase wird dann in der Südsee weilen. Er ist der Gewinner einer traumhaften Kreuzfahrt,
die der diesjährigen Klosterholz-Tombola von der Firma Transocean Tours gestiftet wurde.
Nach Ankunft auf Tahiti geht es an Bord der MS Astor. Und die fährt dann zuerst nach
Rangiroa, weiter nach Kiribati, dann nach Hawaii mit den Stationen Honolulu, Maui und
Hilo. Dann geht es weiter entlang der Westküste der USA mit den Städten San Francisco,
Los Angeles und San Diego. Den Abschluss bilden Puerto Vallarta und Acapulco in Mexico.
Während der Etappen werden zahlreiche interessante Landausflüge geboten, so zum Beispiel
in den Vulkan-Nationalpark auf Hilo, ein Besuch der Universal-Studios in Hollywood oder
das Vogelreservat Kiritimati. Haase wird mit einer Menge neuer, fantastischer Eindrücke
nach vier Wochen heimkehren. Und natürlich ist auch die Seereise selber ein Erlebnis.
Schließlich steht Service an allererster Stelle. Den 580 Passagieren stehen etwa halb so
viele Besatzungsmitglieder gegenüber. Ein Großteil davon ist für die Gäste da, ob in
der Küche, den Restaurants, Bars, der Wäscherei und und und. So muss das Küchen- und
Servicepersonal täglich sechs Mahlzeiten servieren. Da ist schon gewaltige Disziplin
angesagt, will man den Rückflug nicht mit erheblich mehr Pfunden antreten als den
Hinflug.
Zuerst hatte er an einen Scherz geglaubt, erzählt Peter Haase, als ihm noch an der
Losbude ein Gutschein für eine Kreuzfahrt im Wert von rund 14.000 Euro ausgehändigt
wird. Aber alles hatte seine Richtigkeit. Seine achtjährige Enkelin hatte eben ein gutes
Händchen. Denn tatsächlich hatte sie das große Los gezogen.
Übrigens: Auch wenn die Reise nun weg ist, gibt es noch viele wertvolle Gewinne bei der
Tombola. So sind zum Beispiel die beiden Autos bisher noch nicht gewonnen worden,
berichtete Wilfried Kalski von der Klosterholz-Tombola. Also, fleißig weiter Lose kaufen
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Klosterholz-Tombola und ein Braten zu Weihnachten |
Osterholz-Scharmbeck Besonders großer Andrang war am vergangenen
Sonnabend am Stand der Klosterholz-Tombola. Offensichtlich lag es daran, dass die
Klosterholz-Tombola wieder prominente Losverkäufer aufbieten konnte.
Charlotte Gödicke, der gute Geist für Sagay, war mit Suzette Garcia von den Philippinen
gekommen. Richtig spannend wurde es aber auch deshalb, weil zurzeit alles darauf wartet,
dass das Los mit der Los-Nummer 250.000 gekauft wird. Das bedeutet nämlich, dass der
nagelneue Fiat Punto einen neuen Besitzer hat. Einen großen Run gab es aber auch wegen
der Zusatzpreise, nämlich 20 Weihnachtsgänse, die vom Hof Schnackenberg in Vollersode
zur Verfügung gestellt wurden. 20 glückliche Gewinner können sich jetzt auf einen
Weihnachtsbraten zum Fest freuen. Unser Bild zeigt (von links) Suzette Garcia, Charlotte
Gödicke und den ersten Vorsitzenden der Klosterholz-Tombola, Wilfried Kalski. Suzette
Garcia hatte am Sonnabend Geburtstag. Zahlreiche Gratulanten kamen, denn immerhin ist sie
jetzt schon ein Jahr hier in Deutschland und hat inzwischen offensichtlich viele Freunde
gewonnen. Zum zweiten Mal schon verkaufte sie Lose für die Klosterholz-Tombola.
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Gesucht wird das Los 250.000 |
Landrat und Bürgermeister sorgten für Stimmung
Osterholz-Scharmbeck Samstag auf dem Marktplatz vor dem Losverkaufshäuschen der
Klosterholz-Tombola: Die Musik aus dem Lautsprecher entführte an sonnig warme
Urlaubsstrände. Bei manch einem Ohrwurm sangen Landrat Ludwig Wätjen und
Osterholz-Scharmbecks Bürgermeister Martin Wagener, die je einen Loseverkaufsbauchladen
vor sich her trugen, begeistert mit.
Mit derart guter Laune, hatten sie die Aufmerksamkeit der Passanten, die über den
Marktplatz spazierten, schnell auf ihrer Seite. Viele traten näher und freuten sich, bei
dem fröhlichen Landrat und dem Bürgermeister das eine oder andere verheißungsvolle Los
zu kaufen. Die beiden brachten Sommerstimmung in den grauen Novembertag. Jedes Los
ist ein Gewinn, versprach Wilfried Kalski von der Klosterholz-Tombola mit kesser
Lippe über Lautsprecher: Entweder für Sie oder für die Klosterholz Tombola.
Tatsächlich: Die Menschen kamen und kauften Lose.Wir sind ganz dicht am Auto,
so Wilfried Kalski und sein Mitstreiter Claus-Dieter Janßen. Gesucht werde das Los mit
der Nummer 250.000. Dahinter verbirgt sich ein nagelneuer Fiat Punto, den die Firma
Landmann-Peiga gestiftet hat. Damit sind die tollen Gewinne der Tombola aber noch
lang nicht abgegriffen. Ein weiteres Auto, zehn Fahrräder, sechs oder sieben
Farbfernseher, diverse Gartengeräte, viele Einkaufsgutscheine im Werte von 50, 100, 200
oder 300 Euro und dergleichen mehr sind noch zu haben. Darüber hinaus unzählige
Kleingewinne. Zudem wird anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Osterholzer Anzeigers
aus allen adressierten und abgegebenen Nieten alle elf Tage ein 111-Euro-Gewinn gezogen.
Die Investition von einem Euro pro Los lohnt sich also allemal. Wer in diesem Jahr kein
Glück hat, der darf sich damit trösten, mit seinem Einsatz mitzuhelfen, sinnvolle
Projekte in Sachen Umwelt, BIldung und Kultur zum Wohle der Allgemeinheit zu
unterstützen.
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Spontan, witzig und geistreich |
Ingo Insterburg begeisterte bei Landmann-Peiga
Osterholz-Scharmbeck Was braucht man, um seinen Gästen einen unterhaltsamen Abend
mit Ingo Insterburg zu präsentieren? Ganz einfach: eine kleine Bühne und einen großen
Zuschauerraum. Peter Reumann, Personalchef der Firma Landmann-Peiga, erfüllte als
Hausherr diese Voraussetzungen, indem er den Ausstellungsraum im neuen
Verwaltungsgebäude kurzerhand in einen Veranstaltungssaal mit hervorragender Akutstik
verwandelte.
Wieder einmal ist es dem Klosterholz-Verein gelungen, einen Künstler der Spitzenklasse in
die Kreisstadt zu holen. Wilfried Kalski, erster Vorsitzender des Vereins freute sich,
einen Mann ansagen zu können, der seit Jahrzehnten Bühnenerfahrung hat. Fast zweieinhalb
Stunden begeisterte Ingo Insterburg die rund 300 Zuschauer mit seinem Programm Kunst
und Müll, wobei er es dem Publikum selbst überließ zu urteilen, was Müll und was
Kunst ist.
Zwar ist er schon in die Jahre gekommen, aber an Spontaneität, Witz und Geist hat Ingo
Insterburg nichts eingebüßt. Seit fast acht Jahren fühlt er sich nun auch alt genug, um
allein aufzutreten. Und das ist gut so: Ich hab die Bühne für mich allein,
kann singen und reden, wann ich will, gab er zu verstehen. Schon nach wenigen
Minuten sprang der berühmte Funke über, hatte er die Lacher auf seiner Seite,
insbesondere die der Vegetarier und Nichtraucher. Geht wegen BSE, Maul- und Klauenseuche,
Nitrofen die ganze Menschheit ein, haben die Vegetarier Schwein. Wie ein roter
Faden zogen sich die Themen Essen, Trinken, Rauchen und natürlich Liebe durch sein
Programm. Mal griff er zur Gitarre, mal zum Cello, das er wie fast all seine skurrilen
Instrumente selbst bastelte, mal zur Klobürsten-Flöte, dann zum argentinischen
Gartenschlauch oder Brillenharfe und nicht zuletzt zum Sopran-Schlagzeug oder zur
Bassnagel-Geige.
Seine Musikalität kam auch dadurch zum Ausdruck, dass er mehrere Instrumente gleichzeitig
spielte. Wer schafft es schon, das Wiegenlied von Johannes Brahms Guten Abend, gute
Nacht auf der Geige und der Gitarre darzubieten und obendrein noch zu singen? Wozu
hat man denn zwei Füße, Kniekehlen und zwei Hände?
Ob Liebeslieder wie Der Alltag kratzt wie Sandpapier an der Liebe, ob das
Jogger-Hundelied ... ich trete oft in Hundedreck, merke es nicht gleich immer,
manchmal erst im Zimmer oder das Vegetarier-Lied - Ingo Insterburg verstand es zu
jeder Minute, sein Publikum durch seine Vielseitigkeit in Bann zu ziehen.
Und immer wieder zitierte er aus seiner Ekel-Lyrik. Oft waren das nur Zweizeiler wie
Macht der Hund auf der Straße groß, sind die Maden obdachlos, über die
seine Fans sich köstlich amüsierten. Aber auch die Kostproben aus seiner Raucher- und
Trinker-Lyrik hatten es in sich. Die Zigarrenkiste ist zu klein für ein amputiertes
Raucherbein oder Lügen haben kurze Beine, Raucher auch - und manchmal
keine fanden nicht nur die Nichtraucher witzig, auch diejenigen, die in der Pause
zur Schachtel griffen, applaudierten dem Entertainer - gemäß dem Motto: Ein
Raucherbein macht mich nicht krank, ich hab ein Holzbein schon im Schrank.
Man soll jede Gelegenheit nutzen für eine kleine Weihnachtsfeier, meinte der
Lyriker trocken, streifte sich flugs ein Engelskleid über, schnallte sich Flügel auf den
Rücken und erzählte die Geschichte von der besoffenen Oma, die so blau war, dass sie
alles doppelt sah. Er behauptete auch, der einzige Mensch von sechs Milliarden zu sein,
der auf einem Tannenbaum ein Weihnachtslied spielen kann. Wers nicht glaubte, konnte
sich an diesem köstlichen Abend überzeugen. Dass der Tannenbaum nicht eine einzige Nadel
hatte, spielte keine Rolle - und dass auch nicht gleich jeder Ton stimmte, auch nicht.
Seine Zugabe hatte Ingo Insterburg schon zu Beginn seines Auftritts angekündigt.
Ich liebte ein Mädchen war da schon ein Muss.
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Feierliche Minuten am Heudorfer Ehrenmal |
Spenden und viel Arbeit bringen neuen Glanz
Heudorf Das Ehrenmal in Heudorf kommt wieder richtig zur Geltung. 215
Arbeitsstunden haben Mitglieder des Heimatvereins Hüttenbusch und Heudorf aufgewendet,
der Außenanlage ein neues Gesicht zu geben.
Das Denkmal wurde gereinigt, Büsche wurden entfernt, Rasen gesät, der Zaun erneuert und
ein neuer Weg gelegt. Aber neben all der Tatkraft etlicher Bürger stand auch die
Finanzierungsfrage an. Dank großzügiger Spenden, unter anderem von Volksbank,
Kreissparkasse, Raiffeisen und Klosterholztombola konnte das Projekt letztendlich
verwirklicht werden.
Mit einem kleinen Festakt wurde das Ehrenmal am vergangenen Samstag neu eingeweiht. Horst
Werner, Vorsitzender des Heimatvereins, dankte in seiner Festrede allen Sponsoren und all
denen, die sich mit ihrem Arbeitseinsatz verdient gemacht haben.
Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke gab zu verstehen, dass er den Gemeinschaftssinn
der Hüttenbuscher und Heudorfer sehr schätze. Er dankte ihnen für die ehrenamtliche
Arbeit, ohne die im Zuge der leeren Gemeindekassen solche Aktionen wie diese kaum möglich
wären. Ebenfalls den Sponsoren galt sein Dank, hier erwähnte Schwenke besonders die
Klosterholztombola, der bei Projekten dieser Art immer wieder eine oft unentbehrliche
Rolle zukommt.
Pastor Sievers aus Hüttenbusch erinnerte sich, dass er am Heudorfer Ehrenmal vor zwölf
Jahren am Volkstrauertag seine erste öffentliche Rede in der Gemeinde gehalten hatte.
An diesem Feiertag sei es Tradition, sich hier am Mahnmal zu treffen, um der Verstorbenen
durch Krieg und Gewalt zu gedenken.
Bei Kaffee, Kuchen und Kindernachmittag im Hof Blumeyer wurde die Feierlichkeit
fortgesetzt.
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Karossen, Kreuzfahrt, Kekse kleine Kinkerlitzchen |
14. Klosterholz-Tombola begleitet in den Winter
Osterholz-Scharmbeck Was passiert, wenn einmal im Jahr die Anzahl der
Bürgermeister und Verwaltungschefs zusammen mit Vertretern von Institutionen wie Forst,
Kunst oder Sport die Anzahl der Bürger auf dem Marktplatz am Samstagvormittag überwiegt?
- Richtig! Die 15 Wochen Klosterholz-Tombola werden eröffnet. So gerade geschehen auf dem
Scharmbecker Marktplatz.
Schließlich hat unsere Polit-Prominenz, die haufenweise Lose kaufte und so mit gutem
Beispiel voranging, diverse Ideen für soziale und Umweltprojekte. Nur noch die
Finanzierung würde da fehlen.
Die 14. Klosterholz-Tombola peilt dieses Jahr, wie wir bereits berichteten, einen Gewinn
von 45.000 Euro an, die zur Finanzierung der oben genannten Ideen dienen sollen.
150.000 Lose wollen von den Bürgern und Bürgerinnen der Kreisstadt bei Reuter, auf dem
Marktplatz, bei Marktkauf und bei Meyerhoff gekauft und aufgerissen werden. In Worpswede
ist die fünfte Verkaufsstelle in der Bergstraße in Höhe Fotoatelier Weise eingerichtet.
Das Ergebnis der Klosterholz-Tombola kommt nicht nur einzelnen Gemeinden zu Gute,
sondern dem gesamten Landkreis, fassten Schirmherr Landrat Ludwig Wätjen und
Vorsitzender des Klosterholz e.V. Wilfried Kalski zusammen.
Doch nicht nur der Landkreis kann gewinnen. Zwei Autos, eine Kreuzfahrt mit dem
Traumschiff und unzählige Kerzen, Karten, Kekse und Kinkerlitzchen sind die Gewinne für
die Loskäufer.
Die Nieten verwandeln sich dieses Jahr in Teilnahmelose für das Jubiläums-Gewinnspiel
des OSTERHOLZER ANZEIGERS, der alle elf Tage 111 Euro verlost.
Nun liegt es wieder an den Wichtigsten, zum guten Gelingen beizutragen, um dem
gemeinschaftlichen Leben in gesunder Umwelt in Stadt und Gemeinde im Landkreis Anschub zu
geben: an Ihnen und Ihrem Tombola-Euro im Portmonee. |
![a72KlosterholzxTombLandratKalskiNiete[1].jpg (7433 Byte)](../Pics/a72KlosterholzxTombLandratKalskiNiete[1].jpg) |
Klosterholz - ein Krötenwald |
Osterholz-Scharmbeck. Kindern und Jugendlichen den Wald, das Leben
in ihm und die Zusammenhänge der Natur nahe bringen, das ist der Sinn des Projektes
Klosterholz - ein Krötenwald, den die Biologische Station anbietet.
Mit Mitteln aus der Klosterholz-Tombola konnten nun auch zahlreiche dazu notwendige
Gerätschaften, wie ein Stereomikroskop, Becherlupen und anderes Unterrichtsmaterial
angeschafft werden. Das Klosterholz wird von vielen Bewohnern Osterholz-Scharmbecks kaum
richtig als Wald wahrgenommen, und vor allem Kinder kommen heutzutage immer weniger mit
der Natur in Berührung. Zwar ist heute nur noch ein kleiner Rest des einstigen Waldes
erhalten, der sich einst von Stotel bei Bremerhaven bis ganz nach Bremen erstreckte, doch
gibt es immer noch jede Menge zu entdecken. So graben sich im Winter Kröten tief in den
Boden, um nicht zu erfrieren, unendlich viele kleine Lebewesen bevölkern den Boden und
zersetzen Pflanzenreste. Und natürlich kann man hier lernen, Bäume und Sträucher zu
bestimmen. Das Konzept steht bisher noch ganz am Anfang und wird ständig
weiterentwickelt, erklären Thomas Goldmann und Birte Habel, die schon einmal probeweise
mit einer Gruppe angehender Erzieherinnen und Erziehern von der BBS den Wald erkundet
haben (Foto). |
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Reichhaltige
Wunschzettel präsentiert |
Klosterholz-Tombola startet am Sonnabend /
37.500 Preise
Osterholz-Scharmbeck Wenn 2.500 Tafeln Schokolade, 3.000 Tüten Kekse und 2.000
Einkaufsgutscheine bereit liegen, dann ist wieder Klosterholz-Tombola. Am kommenden
Sonnabend beginnt um 10.30 auf dem Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck die 14. Auflage der
größten Bürgerinitiative des Landkreises.
Ganze 107 Tage, bis zum 15. Dezember, könenn die Bürgerinnen und Bürger einen der
37.500 Preise gewinnen. Neben den erwähnten Schokoladentafeln und Kekstüten gibt es
natürlich einen Haufen weiterer wertvoller Preise, von Handys über Uhren, Fernseher,
Fahrräder und Kameras bishin zu einem Kaffeevollautomat im Wert von 700 Euro. Als
Hauptpreise warten ein Fiat Punto von R&R Automobile (gestiftet von der Firma
Landmann) und ein Nissan Micra vom Autohaus Köhn, der wieder von der Kreissparkasse
Osterholz gestiftet wurde. Absoluter Knaller aber ist wieder eine Kreuzfahrt mit der MS
Astor von Tahiti über die Weihnachtsinseln weiter nach Hawaii, San Francisco, Los Angeles
und San Diego und Puerto Vallarte nach Acapulco. Diese Reise für zwei Personen hat einen
Wert von 14.000 Euro. Der Gesamtwert der Gewinne beträgt stolze 160.000 Euro und liegt
damit über dem Wert der 150.000 Lose, die zu je einem Euro verkauft werden. Möglich
wurde das nur durch zahlreiche Spenden seitens der Kaufleute des Landkreises. Viele Preise
kamen aber aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland. Das, so Wilfried
Kalski, erster Vorsitzender des Vereins Klosterholz, unterstreicht den Ruf, den die
Tombola in der Bevölkerung genießt.
Aber auch wer nichts gewinnt (auf drei Nieten kommt statistisch immerhin ein Gewinnlos),
ist letztendlich ein Gewinner. Auch in diesem Jahr peilt man wieder eine Summe von rund
45.000 Euro an, die dann in verschiedene soziale und Umwelt-Projekte gesteckt werden.
Wünsche von Seiten der Verwaltung gibt es bereits viele: So möchte Osterholz-Scharmbecks
Bürgermeister Martin Wagener das Geld möglichst nicht allzusehr aufteilen, sondern
gebündelt in ein Projekt stecken, das allen Bürgern, die ja die Tombola erst
ermöglichten, zugute komme. So würde Wagener gerne die Sanierung und Renovierung der von
Rönnschen Mühle, dem Wahrzeichen der Stadt, vorantreiben.
Sein Amtskollege aus Worpswede, Stefan Schwenke, kam mit einem ganzen Wunschzettel zur
Präsentation in die Kreisstadt gereist. Ein Naturlehrpfad in Hüttenbusch, die
Neugestaltung des Spielplatzes beim Alten Rathaus, die Unterhaltung der Worpsweder Mühle
oder die Befestigung der Fußwege rund um den Weyerberg, zum Beispiel bei der Käseglocke,
seien sinnvolle Projekte. Aber auch die Umgestaltung der Bergstraße sei trotz der
desaströsen Haushaltslage noch immer ein lohnenswertes Ziel, das mit Mitteln der Tombola
gefördert werden könne.
Eine Waldschule ist die Idee von Forstoberinspektor Heiko Ehing. Eine Schule unter freiem
Himmel, in der naturnahe Themen gelehrt würden, sei ein lohnenswertes Projekt. Allerdings
hat Ehing große Bedenken, was einen Standort im Klosterholz angeht. Der Vandalismus sei
inzwischen ein Riesen-Problem. So seien vor einigen Jahren mit Geldern der Tombola Tafeln
für den Waldlehrpfad aufgestellt worden. Diese werden inzwischen permanent von
hohlköpfigen Schmierfinken mit Spraydosen beschmiert. Allein die Reinigung und Reparatur
der Tafeln kostet rund 2.000 Euro jedes Jahr. Geld, das sicher sinnvoller investiert
werden könnte. Ansonsten ist die Wiederherstellung und Neugestaltung des Schmidt-Steins
im Wald bei Heilshorn und die Anpflanzung von blühenden Sträuchern und Bäumen zur
farblichen Gestaltung des Klosterholzes geplant.
Wer bei den fünf Verkaufsstellen auf dem Marktplatz, bei Reuter, Meyerhoff, Marktkauf und
in der Bergstraße in Worpswede partout kein Glück hat, der sollte seine Nieten
keinesfalls wegwerfen. Mit Namen und Adresse ausgefüllt und wieder abgegeben, können sie
noch richtig wertvoll werden. Zum 25-jährigen Jubiläum des Osterholzer Anzeigers werden
nämlich alle elf Tage je 111 Euro verlost.
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